Diagnostik Labor

 

Das Labor der Klinik für Immunologie ist nach der Norm ISO/IEC 17025:2005 und ISO 15189:2012 akkreditiert. Das Datum der Erstakkreditierung war der 08. September 1999. Die Akkreditierung ist gültig bis zum 7. September 2019.

Zudem besteht eine Anerkennung durch das BAG als mikrobiologisches und serologisches Laboratorium, eine Bewilligung der Swissmedic für die Durchführung von mikrobiologischen und serologischen Untersuchungen und eine Bewilligung des BAG zur Durchführung von molekulargenetischen Untersuchungen.

Kontakt

Das Labor der Klinik für Immunologie hat zwei Standorte. Das Hauptlabor befindet sich im Hauptgebäude des UniversitätsSpitals Zürich, das zelluläre Labor am Häldeliweg 4. Telefonisch erreichen Sie beide Labore, indem Sie das Sekretariat anrufen (+41 44 255 12 00). Wenn Sie etwas schicken, dann ist es wichtig, dass Sie folgende Adressen verwenden, damit wir es schnell und ohne Umwege erhalten. Beachten Sie vor allem die Postleitzahl 8091 und die Angaben OPS E4 bzw. Häldeliweg 4.

Auftragsformulare

Mit unseren Auftragskarten können die einzelnen Analysen verordnet werden. Sie können diese Formulare telefonisch (044 255 12 00), per E-Mail (labor.immunologie@usz.ch) oder auch direkt mittels bereits vorhandener Auftragskarte (Rubrik im Kopfteil der Karte) bestellen.

Hepatitis und HIV.pdf 

Immunglobuline, Komplement, Zytokine.pdf

Autoantikörper.pdf

Zelluläre Analysen.pdf


Wenn Sie mehrere Auftragsformulare gleichzeitig schicken, dann bitten wir Sie, jedem Auftragsformular mindestens ein Proben-Röhrchen beizulegen.

Damit Ihr Auftrag ordnungsgemäss bearbeitet werden kann ist ein korrektes Ausfüllen der Auftragskarte unabdingbar. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.

Neu im Angebot

Ausbau der Diagnostik der membranösen Nephropathie
Neu bieten wir, nebst der Bestimmung von Autoantikörpern gegen Phospholipase A2 Rezeptor (PLA2R), auch diejenige von anti-Thrombospondin Typ-1 domain-containing Protein 7A (THSD7A) Autoantikörpern an. Das Vorhandensein dieser Antikörper grenzt die sog. idiopathische membranöse Nephropathie von der sekundären Form ab, die bei Infektionen und im Zusammenhang mit gewissen Medikamenten, Drogen sowie bei Autoimmunerkrankungen und Tumoren vorkommen kann. Bei etwa 55% der erwachsenen Patienten mit membranöser Nephropathie werden anti-PLA2R Autoantikörper gefunden, während Autoantikörper gegen THSD7A bei 2.5 bis 5% vorliegen. Selten können beide Antikörper bei ein und demselben Patienten auftreten (ca. 1%). Beim THSD7A handelt es sich, wie bei PLA2R um ein Podozyten-assoziiertes Antigen. Man geht davon aus, dass der Pathomechanismus der THSD7A-assoziierten Nephropathie mit der in situ Bildung von Immunkomplexen mit Podozyten-assoziiertem THSD7A zusammenhängt.
Material: Serum, Plasma (EDTA, Heparin)

Messung der Thymusreserve: Mittels des Oberflächenmarkers CD31 können naive T-Zellen bestimmt werden, die gerade erst den Thymus verlassen haben. Da der Thymus Output mit dem Alter stetig abnimmt, kann so eine Abschätzung der Thymusreserve gemacht werden. Diagnostisch ist die Bestimmung dieser Thymus Emigranten vor allem bei immunsuppressiven Behandlungen wie Chemo- oder Strahlentherapien von Bedeutung. Hier dient die Analyse zur Abschätzung der T-Zell-Regenerationsfähigkeit. Aber auch bei genereller Abklärung unklarer persistierender Lymphozytopenien kann die Messung der Thymus Reserve zusätzliche Hilfestellung leisten.
Material: EDTA-Vollblut, 0.5 ml
Verrechnung: 1x 1523.00 à 36 Fr. und 3x 1524.00 à 18 Fr (total 90 Fr.)
Befundabgabe: Nebst den Thymus Emigranten erhalten sie auch immer die Werte für CD3+ T-Zellen, CD4+ T-Zellen sowie CD45RA+ naive T-Zellen.
Anmerkung: Am Freitag muss die EDTA-Blutprobe vor 15 Uhr im Labor eintreffen!

Vorankündigung: Ausbau der Diagnostik der onkoneuronalen Antikörper: Bald werden wir Ihnen mit unserem ZNS-PNS-Dot für die onkoneuronalen Antikörper zwei zusätzliche Antikörper, Zic4 und das Tr (DNER) anbieten können. Der Test deckt dann folgende Antikörper ab: HuD, Yo, Ri, CV2 (CRMP5), Amphiphysin, Ma1, Ma2, SOX1, Tr (DNER) und Zic4. Im positiven Fall wird zur Bestätigung wie schon bisher die indirekte Immunfluoreszenz auf Schnitten von Cerebellum, Pankreas, Darm und Nerv durchgeführt.
Bitte senden Sie uns keine Proben nur mit der Anforderung indirekte Immunfluoreszenz auf Cerebellum! Die indirekte Immunfluoreszenz führen wir nicht ohne den Dot durch, da bei Vorhandensein von ANAs oder unspezifischer Fluoreszenz die Beurteilung stark erschwert oder verunmöglicht wird.
Material: Serum, Plasma (EDTA, Heparin, Citrat), Liquor, 1 ml
Verrechnung: 2x 1192.00 à 52 Fr. und 3x 1193.00 à 37 Fr (total 215 Fr.)
Anmerkung: Falls schon andere seltene AK verlangt worden sind, verringert sich der Betrag um 15-30 Fr.

Erleichterte Abklärung von autoimmunen Myositiden: Autoimmune Myositiden sind seltene, aber ernsthafte Erkrankungen. Durch den Nachweis von Myositis-AK kann das Labor hier einen wichtigen Beitrag zur Diagnose und zur Abschätzung der Prognose leisten. Wir bieten Ihnen drei verschiedene Panels an: einerseits einen grossen umfassenden Panel für die Abklärung einer Myositis, einen Panel bei Frage nach dem Anti-Synthetase-Syndrom und eine Abklärung bei nekrotisierender Myopathie. Letztere tritt im Rahmen einer Statintherapie, bei Tumoren oder bei Kollagenosen auf und ist mit AK gegen HMGCR und SRP assoziiert.

Myositis-Screen

​Antikörper gegen Jo1, PL7, PL12, EJ, SRP, MDA-5, TIF1-γ, HMGCR, Ro52, SAE1/2, NXP-2

1x 1140.00 à 29 Fr.
2x 1194.00 à 87 Fr.
1x 1195.00 à 67 Fr.
=> total 270 Fr.

Anti-Synthetasen-Syndrom

​Antikörper gegen Jo1, PL7, PL12, SRP, EJ, OJ, KS, ZO, HA-YRS

​1x 1140.00 à 29 Fr.
2x 1194.00 à 87 Fr. => total 203 Fr.

Nekrotisierende Myopathie

​Antikörper gegen HMGCR, SRP

2x 1194.00 à 87 Fr.
=> total 174 Fr.

 

Autoantikörper bei Systemsklerose: Bei Frage nach einer Systemsklerose oder bei der Abklärung eines unklaren nukleolären Musters der ANA können wir Ihnen neu eine umfassende Palette an Analysen anbieten. Der Systemsklerose-Screen umfasst die Antikörper gegen Scl70, CENPA und B, RNA-Pol III (RP11 & RP155), Fibrillarin, NOR-90, Th/To, PM-Scl-100, PM-Scl-75, Ku und PDGFR. Für einige dieser Parameter ist die alternative Bestimmung mittels spezifischem ELISA möglich, die meisten können allerdingt nur im Rahmen dieses Immunodots als Packet bestimmt werden. Verrechnet wird der Screen wie folgt: 2x 1194.00 à 87 Fr., 2x 1195.00 à 67 Fr. (total 308 Fr.).

Hepatitis E-Diagnostik: Hepatitis E-Infektionen sind häufiger als man denkt und meist nicht im Ausland erworben, sondern in der Schweiz durch den Konsum von ungenügend gekochtem Fleisch. Neu bieten wir Ihnen darum eine verbesserte Hepatitis E-Analytik an. Wir bestimmen nun gleichzeitig IgM- und IgG-Antikörper gegen das Hepatitis E-Virus. Zusätzlich zu dieser Serologie führen wir neu auch die quantitative Hepatitis E-PCR durch. Im Rahmen von nachgewiesenen IgM-AK in der Serologie kann so schnell erkannt werden, ob die Infektion tatsächlich aktiv ist. Dank der quantitativen Bestimmung kann im Verlauf zusätzlich untersucht werden, ob es sich um eine akute oder eine chronische Infektion handelt.

SOX1-Antikörper bei paraneoplastischem Lambert-Eaton-Myasthenie-Syndrom (LEMS): Das LEMS ist in 2/3 der Fälle paraneoplastisch. Meistens handelt es sich um ein kleinzelliges Bronchuskarzinom. Da bei paraneoplastischen Syndromen der Tumor oftmals klein und schwer zu diagnostizieren ist, sind Laborparameter nützlich, die auf eine paraneoplastische Genese hinweisen. Wenn bei einem LEMS Anti-SOX1 nachgewiesen werden können, dann liegt mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit ein kleinzelliges Bronchuskarzinom vor, im negativen Fall ist ein Karzinom allerdings nicht ausgeschlossen. Diese Bestimmung ist im Dot Anti-ZNS/PNS eingeschlossen. Im positiven Fall wird der Befund mittels indirekter Immunfluoreszenz auf Kleinhirnschnitten kontrolliert

Monitoring von Biologika: Auf Grund der individuellen Pharmakokinetik von Patient zu Patient bei gleicher Dosierung oder durch die mögliche Bildung von Antikörper (Anti-Drug-Antibodies) und einhergendem Wirkungsverlust ist ein Monitoring wichtig. Zurzeit bieten wir das Adalimumab-, Infliximab-, Certolizumab- und Golimumab-Monitoring an; weitere Biologika werden folgen. Die Untersuchung umfasst jeweils den TNFalpha-Spiegel, die Talspiegel-Konzentration des Wirkstoffes und allfällige Anti-Drug-Antibodies. Weitere Information finden Sie hier.

Insektengiftallergie: Ab sofort stehen Ihnen zu den bereits vorhandenen Bienengift-Komponenten Api m1 und m10 noch Api m2 und m5 zur Verfügung. Im Oktober 2016 wird voraussichtlich noch Api m3 folgen. Damit verbessert sich die Sensitivität für die Abklärung der Bienengiftallergien deutlich. Für die Abklärung der Wespengiftallergien können wir Ihnen weiterhin die folgenden drei Komponenten anbieten: rPol d 5, Ves v 1 und Ves v 5.

Änderungen unseres Angebots

Lieferstopp für ImmunoCAP Latexkomponenten:
Folgende Komponenten werden aufgrund von Problemen mit der Rohmaterialbeschaffung nicht mehr angeboten:
k219: Latexkomponente rHev b 6.01
k222: Latexkomponente rHev b 9 (kreuzreaktiv zu Schimmelpilzen, kein Ersatz vorhanden)

Folgende Komponenten können auf Grund von Lieferschwierigkeiten der Firma im Moment nicht angeboten werden.
k215: Latexkomponente rHev b 1 (voraussichtlich ab Quartal 4, 2017 wieder verfügbar)
k217: Latexkomponente rHev b 3 (voraussichtlich ab Quartal 2, 2017 wieder verfügbar)
k220: Latexkomponente rHev b 6.02 (voraussichtlich ab Quartal 2, 2017 wieder verfügbar)
k221: Latexkomponente rHev b 8 (voraussichtlich ab 2018 wieder verfügbar)
k224: Latexkomponente rHev b 11 (voraussichtlich ab Quartal 2, 2017 wieder verfügbar)
Nicht betroffen ist die Latexkomponente rHEv b 5 (k218) sowie das Latexgesamtextrakt (k82). Hev b 5 ist ein Hauptallergen bei Latexallergikern; Kreuzreaktionen wurden bisher nicht beobachtet. Als Alternative für k221 kann das Profilin aus Lieschmann rPhl p 12 (g212) oder Birke rBet v 2 (t216) verwendet werden.

Erweiterung der Diagnostik autoimmuner bullöser Hauterkrankungen: Bis jetzt wurden die Antikörper gegen Haut für die Diagnostik der autoimmunen bullösen Hauterkrankungen mittels indirekter Immunfluoreszenz mit dem Substrat Ösophagus bestimmt. Die Sensitivität für die Pemphiguserkrankungen ist dabei gut, aber für die Erkrankungen aus der Pemphigoidgruppe leider zu tief. Für die Abklärung dieser Erkrankungen eignet sich Spalthaut besser. Dies ist Haut, die mit NaCl behandelt wurde, so dass sich die Basalmembran im Bereich der Lamina lucida spaltet. Ab dem 1.12.16 werden wir alle Proben auf beiden Substraten ansetzen, auf Ösophagus und auf Spalthaut. Trotz höherer Reagenzienkosten wird die Verrechnung gleich bleiben. Untenstehend sehen Sie ein Beispiel für einen Befund.

Anpassung Referenzwert für  MBL Komplement Weg: Die Aktivität des MBL-Pathways variiert aufgrund von Polymorphismen sehr stark. Bei ca. einem Drittel der Bevölkerung ist deshalb eine reduzierte (<50%) und bei 5% sogar keine Aktivität vorhanden. Dieser Mangel führt aber nur zu vermehrten Infekten, wenn weitere die Immunabwehr beeinträchtigende Faktoren dazukommen (genetische Defekte, Chemotherapie). Da bei der Bestimmung des Referenzwertes auch gesunde Personen eine Aktivität von 0% hatten, wurde der Referenzwert bisher als <125% angegeben. Für die Verständlichkeit der Resultatübermittlung wird der Referenzwert auf 50-125% abgeändert. Bei erniedrigten Resultaten wird mittels Text auf den oben erwähnten Polymorphismus hingewiesen. Aktivitäten >125% können bei Akut-Phasenreaktionen oder genetisch bedingt vorkommen. Zu hohe Aktivitäten können sich bei Transplantationen oder bei Infekten mit Mykobakterien oder Leishmanien als schädlich erweisen.

Umstellung der Zöliakie Diagnostik: Im Rahmen der Zöliakie Abklärung werden folgende Tests per 11.7.16 umgestellt und erfordern damit eine Anpassung der Referenzwerte.

​Parameter
​alter Referenzwert
​neuer Referenzwert
​anti-Transglutaminase IgA
​<25 U

<10 U/ml

Werte zwischen 7 bis <10 U/ml liegen im grenzwertigen Bereich

​anti-Transglutaminase IgG
​<25 U
​Anti-deamidiertes Gliadin IgA
​<25 U
​Anti-deamidiertes Gliadin IgG
​​<25 U


Um das Monitoring von Patienten nahtlos zu gewährleisten, werden wir bei Patienten mit positiven Vorwerten 1 Jahr lang Doppelmessungen durchführen.

UZL Auskunftssystem

Das UZL-Auskunftssystem ermöglicht Ihnen die Suche nach bestimmten Analysen, welche von den verschiedenen Labors des UniversitätsSpitals angeboten werden. Hier finden Sie Informationen betreffend Material, Präanalytik, Frequenz der Analyse sowie eine kurze klinische Information zum Test. Weiterführendes Fachwissen über unsere Tests finden Sie hier.

Wenn Sie zusätzlich etwas wissen möchten, das Sie nicht im UZL-Auskunftssystem oder unter dem Fachwissen finden, dann rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen weiter, wenn es darum geht, welche Analysen sinnvoll sind, was es dabei zu beachten gibt und wie die Resultate zu interpretieren sind.

Analysen im Rahmen einer Studie

Möchten Sie im Rahmen einer Studie Analysen messen lassen, die nicht der Krankenkasse verrechnet werden können und die nicht über einen wissenschaftlichen Fall abgewickelt werden können?
Wenn es sich um Analysen handelt, die wir routinemässig anbieten, dann füllen Sie bitte den Projektantrag so weit wie möglich aus und schicken Sie ihn als Wordfile elektronisch an labor.immunologie@usz.ch.
Falls es sich um Analysen handelt, die wir nicht routinemässig anbieten, dann fragen Sie bitte zuerst bei der gleichen E-Mail-Adresse an, ob die von Ihnen gewünschten Analysen möglich sind.
Auskunft zu  Material und Vorbereitung der Proben können Sie ebenfalls auf dieser Adresse erhalten.

Projektantrag.doc

Offene Stellen

Im Moment sind alle Stellen in unserem Labor besetzt. Informieren Sie sich jedoch generell über die offenen Stellen am USZ.