Diagnostik Labor

Das Labor der Klinik für Immunologie ist nach der Norm ISO/IEC 17025:2005 und ISO 15189:2012 akkreditiert. Das Datum der Erstakkreditierung war der 08. September 1999. Die Akkreditierung ist gültig bis zum 7. September 2024.

Zudem besteht eine Anerkennung durch das BAG als mikrobiologisches und serologisches Laboratorium, eine Bewilligung der Swissmedic für die Durchführung von mikrobiologischen und serologischen Untersuchungen und eine Bewilligung des BAG zur Durchführung von molekulargenetischen Untersuchungen.

Kontakt

Das Labor der Klinik für Immunologie hat zwei Standorte. Das Hauptlabor befindet sich im Hauptgebäude des UniversitätsSpitals Zürich, das zelluläre Labor am Häldeliweg 4. Telefonisch erreichen Sie beide Labore, indem Sie das Sekretariat anrufen (+41 44 255 12 00). Wenn Sie etwas schicken, dann ist es wichtig, dass Sie folgende Adressen verwenden, damit wir es schnell und ohne Umwege erhalten. Beachten Sie vor allem die Postleitzahl 8091 und die Angaben OPS E4 bzw. Häldeliweg 4.

Auftragsformulare

Mit unseren Auftragskarten können die einzelnen Analysen verordnet werden. Sie können diese Formulare telefonisch (044 255 12 00), per E-Mail (labor.immunologie@usz.ch) oder auch direkt mittels bereits vorhandener Auftragskarte (Rubrik im Kopfteil der Karte) bestellen.

Hepatitis und HIV.pdf

Immunglobuline, Komplement, Zytokine.pdf

Autoantikörper.pdf

Biologika.pdf

Zelluläre Analysen.pdf


Wenn Sie mehrere Auftragsformulare gleichzeitig schicken, dann bitten wir Sie, jedem Auftragsformular mindestens ein Proben-Röhrchen beizulegen.

Damit Ihr Auftrag ordnungsgemäss bearbeitet werden kann ist ein korrektes Ausfüllen der Auftragskarte unabdingbar. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.

Neu im Angebot

Erweiterung der Komplementdiagnostik:
Das Komplementsystem stellt eine der ersten Abwehrreihen des angeborenen Immunsystems gegenüber eindringenden Mikroorganismen dar, erfüllt wichtige Aufgaben bei der Entsorgung von apoptotischem Material und bildet auch einen Link zum adaptiven Immunsystem. Einschränkungen in der Funktionalität oder mangelnde Regulation des Komplementsystems haben daher schwerwiegende Krankheitsbilder zur Folge. Bisher haben wir in der Komplementdiagnostik bereits die Bestimmung der Gesamtaktivität, die quantitative Bestimmung der Komplementfaktoren C3 und C4 sowie die quantitative und funktionelle Bestimmung des C1 Inhibitors angeboten. Wir erweitern unser Angebot nun um die quantitative Bestimmung von C1q, C2, Faktor H und Faktor B.
Komplementfaktor C1q: Die Bestimmung von C1q eignet sich zur Unterscheidung zwischen dem hereditären und dem erworbenen Angioödem, da die C1q-Menge in den meisten Fällen des erworbenen, nicht jedoch des hereditären Angioödems durch verstärkten Verbrauch erniedrigt ist.
Komplementfaktor C2: Eine Defizienz des Komplementfaktors C2 ist mit gehäuften bakteriellen Infektionen assoziiert. Ausserdem gehen Defizienzen von C2 sowie C1q mit einem erhöhten Risiko für eine systemischen Lupus erythematodes einher.
Komplementfaktor H: Faktor H ist ein wichtiger regulatorischer Faktor des alternativen Komplementweges. Eine Defizienz dieses Komplementfaktors führt zu einer unkontrollierten Aktivierung dieses Komplementweges, was sich klinisch in einem atypischen hämolytisch urämischen Syndroms (aHUS) oder einer Dense Deposition Disease (membranoproliferative Glomerulonephritis Typ II) äussert.
Komplementfaktor B: Faktor B wird spezifisch bei Aktivierung des alternativen Komplementweges verbraucht. Eine erniedrigte Menge von Faktor B gibt somit einen Hinweis auf die Aktivierung dieses Komplementweges. Zusätzlich wurden seltene Fälle von Faktor B Defizienz beschrieben, die zu
einem verstärkten Auftreten von bakteriellen Infektionen führen.
Material: Serum
Verrechnungsiehe weiter Informationen
Präanalytik: Das Serum muss nach Abnahme rasch weggefroren werden. Alle Einsender sollten daher darauf achten, dass uns das Material noch am Tag der Probenentnahme erreicht. Sollte dies bei externen Einsendern nicht möglich sein, so sollte das Serum gefroren und auf Trockeneis versendet werden.

Antikörper gegen Kollagen VII zur Diagnose der Epidermolysis bullosa acquisita
Kollagen VII ist der Hauptbestandteil der Verankerungsfasern in der epidermalen Basalmembran. Es besteht aus der Tripelhelix des Kollagens mit zwei nicht-kollagenen globulären Domänen (NC1-Domäne am aminoterminalen Ende und NC-2am C-terminalen Ende) auf jeder Seite. Die Antikörper richten sich vor allem gegen Konfirmationsepitope der NC-1-Domäne, können sich aber auch gegen andere Teile richten, was vielleicht die unterschiedlichen klinischen Manifestationen der Epidermolysis bullosa acquisita erklärt. Bei der Epidermolysis bullosa acquisita führen die Antikörper gegen Kollagen VII zu tiefliegenden Blasen unterhalb der Epidermis. Die Blasen entstehen durch mechanische Belastung der Haut und führen sekundär zu Erosionen der Haut. Die Antikörper sind meist vom IgG-Isotyp, IgA kommt aber ebenfalls vor. Sie korrelieren mit der Krankheitsaktivität und gelten somit als Aktivitätsmarker. Bestimmt werden sie mittels indirekter Immunfluoreszenz auf transfizierten Zellen.
Material: Serum, alternativ auch Plasma (EDTA-, Heparin-, Citrat-)
Verrechnung: 1x 1194.00 à 87 Fr.
Angabe auf dem Befund: quantitativ als Titer, Referenzwert <1:10

Antikörper gegen Laminin 332 zur Diagnose des Schleimhautpemphigoids
Laminin-332 ist ein wichtiger Bestandteil der Basalmembran der Haut, der Lunge, des Dünndarms und der Augen. Es ist wichtig für die Adhäsion der Epidermis an der Dermis und ist in die Wundheilung involviert. Es ist ein Heterotrimer und sieht aus wie ein Kreuz mit einer globulären Domäne aus den Untereinheiten α3, β3 und γ2, gegen die sich die AK richten.
Die Antikörper richten sich vor allem gegen die Alpha-Kette, in dem von uns verwendeten Test sind aber für eine optimale Sensitivität alle drei Ketten vorhanden. Die Antikörper sind direkt pathogen und mit einem erhöhten Tumorrisiko (Lunge, Magen, Kolon, Endometrium) verbunden. Der Tumor kann auch erst später manifest werden.
Die Patienten leiden an einem Schleimhautpemphigoid, charakterisiert durch subepidermalen Blasen der Schleimhäute und in einem Drittel der Fälle auch der Haut. Diese Blasen führen zu Narben und zu einem Funktionsverlust (Strikturen der Urethra, Analstenose, Erblindung). Die Krankheit verläuft meistens langsam und chronisch und zeigt entsprechend eine relativ niedrige Antikörper-Aktivität im peripheren Blut, was die Diagnostik erschwert. Antikörper gegen Laminin 332 sind zudem nur bei einem Drittel der Patienten nachweisbar, wobei nur bei diesen Patienten eine Tumorsuche indiziert ist. Bestimmt werden die Antikörper mittels indirekter Immunfluoreszenz auf transfizierten Zellen.
Material: Serum, alternativ auch Plasma (EDTA-, Heparin-, Citrat-)
Verrechnung: 1x 1194.00 à 87 Fr.
Angabe auf dem Befund: quantitativ als Titer, Referenzwert <1:10

Antikörper gegen den Glycin-Rezeptor, GlyR
Der Glycin-Rezeptor - ein Ionenkanal - kommt vor allem im Hirnstamm und Rückenmark vor, daneben auch noch in Spermien und Makrophagen. Sein Ligand das Glycin ist neben dem GABA der wichtigste inhibitorische Neurotransmittor. Antikörper gegen den Glycin-Rezeptor können nun aber diese Hemmung behindern, wodurch die Muskeln zu stark reagieren; es kommt zur PERM (progressive Enzephalitis mit Rigidität und Myoklonus), der Maximalform eines Stiff-Person-Syndroms, wobei eine Tumorassoziation möglich ist.
Material: Serum, Liquor, alternativ auch Plasma (EDTA-, Heparin-, Citrat-)
Verrechnung: 1x 1194.00 à 87 Fr.
Angabe auf dem Befund: quantitativ als Titer, Referenzwert <1:10 im Serum bzw. negativ im Liquor

Antikörper gegen den metabotropen Glutamatrezeptor 5, mGluR5
mGluR5 ist ein G-Protein-gekoppelter Rezeptor, der an der synaptischen Plastizität beteiligt ist. Er kommt vor allem im Hippocampus und in der Amygdala vor. Antikörper gegen den Rezeptor, welche   zu psychiatrischen Symptomen wie Agitation, Desorientierung, Halluzinationen und anterogradem Gedächtnisverlust führen, findet man auch bei jungen Personen. Das ursprünglich beschriebene Ophelia-Syndrom, benannt nach der Geliebten Hamlets, war eine limbische Enzephalitis mit neuropsychiatrischen Symptomen bei Hodgkin-Lymphom. Das Lymphom ist aber nicht obligat.
Material: Serum, Liquor, alternativ auch Plasma (EDTA-, Heparin-, Citrat-)
Verrechnung: 1x 1194.00 à 87 Fr.
Angabe auf dem Befund: quantitativ als Titer, Referenzwert <1:10 im Serum bzw. negativ im Liquor

Schlafstörungen durch Autoantikörper gegen IgLON5
Neu bietet das Labor der Klinik für Immunologie (AKI) die Bestimmung der Antikörper gegen IgLON5 an. Anti-IglON5 ist ein Antikörper, der sich gegen ein neuronales Zelladhäsionsprotein der Ig-Superfamilie richtet. Er ist mit Schlafproblemen, bulbären Symptomen, Gangabnormalitäten, okulomotorischen Problemen und ev. auch mit einer Abnahme der kognitiven Fähigkeiten assoziiert. Der AK ist nicht als paraneoplastisch einzustufen.
Wir messen den AK mittels indirekter Immunfluoreszenz auf transfizierten Zellen. Damit können wir Ihnen zurzeit nun folgende AK gegen neuronale Oberflächen-Antigene anbieten: AK gegen NMDA-Rezeptoren, LGI1 und CASPR2, AMPA1/2-Rezeptoren, GABAB-Rezeptoren, DPPX, VGKC, Glycinrezeptoren und mGluR5. Weitere Informationen
Material: Serum, Liquor, alternativ auch Plasma (EDTA-, Heparin-, Citrat-)
Verrechnung: 1x 1194.00 à 87 Fr.
Angabe auf dem Befund: quantitativ als Titer, Referenzwert <1:10 im Serum bzw. negativ im Liquor

Periphere Messung der B-Zell Differenzierung
Neu bieten wir einen Ausbau unserer durchflusszytometrischen Switched-memory B-Zell Bestimmung an. Hierbei werden zusätzlich zu naiven-B-Zellen sowie Switched-memory und non-Switched-memory B-Zellen neu auch die Transitorischen B-Zellen (Zellen die das Knochenmark erst kürzlich verlassen haben), Plasmablasten sowie mögliche CD21low B-Zellen untersucht. Dies erlaubt eine genauere Aussage bezüglich peripheren B-Zell-Pools bei Fragestellungen wie V.a. variables Immundefektsyndrom oder auch bei der Abklärung einer Immunglobulin-Synthesestörung.
Material: EDTA-Vollblut (bitte bei Raumtemperatur lagern bis zum Versand)
Verrechnung: 1x Position 1523.00 à 36 TP sowie 8x Position 1524.00 à 18 TP

Abklärung einer Hepatitis D-Infektion: Serologie und PCR
Serologie: Den serologischen Test stellen wir am 7.2.2019 von Diasorin auf den Test von diapro um. Der neue Test erfasst sowohl IgG- als auch IgM-AK. Weil der neue Test einen fixen Cut-off hat, geben wir Ihnen nun das Resultat auf zwei Zeilen ab (qualitativ sowie quantitativ). 
Material: Serum, EDTA-Blut/Plasma, Heparin-Blut/Plasma
Verrechnung: 1 x 3074.00 à 29 TP
Angabe auf dem Befund: qualitativ (pos / gw / neg) & semiquantitativ
Quantitative HDV-PCR: Zur weiteren Abklärung bieten wir Ihnen seit längerer Zeit die quantitative HDV-PCR an. Der Test kann alle acht HDV Genotypen gleich gut erfassen. Die untere
Nachweisgrenze (LLoD, Low Limit of Detection) des Tests ist mit dem internationalen Standard vom WHO/ Paul Ehrlich Institut (Nr. 7657/12) titriert worden und beträgt 250 IE/ml. Die Bestimmung der HDV Viruslast kann im EDTA-Plasma und im Serum durchgeführt werden. Nachbestellung einer bei uns bereits eingetroffenen Serumprobe kann innerhalb von 3 Tagen erfolgen. Weitere Informationen
Material: EDTA-Blut (5 ml) oder Serum (mind. 2 ml)
Verrechnung: 1 x 3078.00 à 180 TP
Angabe auf dem Befund: qualitativ (pos / neg) & quantitativ (IE/ml)

Interleukin 5 (IL-5)
Bei einer breiten Palette an Zytokinen bieten wir Ihnen neu auch die Bestimmung von Interleukin-5 mittels cytometric bead array Assay an. IL-5 wird durch verschiedenste Zellen, wie zum Beispiel durch TH2-Zellen, Mastzellen oder auch Eosinophile gebildet und gehört zusammen mit IL-4, IL-9, IL-13 und IL-21 zur Immunantwort vom Typ 2. Diese schütz vor Helminthen (endoparasitäre Würmer), neutralisiert Toxine oder reguliert die Wundheilung und Geweberegeneration nach Infektion bzw. Verletzung. Bindung von IL-5 an seinen Rezeptor induziert dabei die Eosinophilen-Differenzierung im Knochenmark, sowie deren Rekrutierung und Aktivierung zu peripheren entzündlichen Lokalitäten. Zudem fördert IL-5 auch die terminale Differenzierung von B-Zellen. Eine zu grosse Stimulation der Eosinophilen durch ein erhöhtes IL-5 ist jedoch wegen der Toxine, die in den Granula der Eosinophilen enthalten sind, auf Dauer für den Körper schädlich. Erhöhte Werte von IL-5 findet man zum Beispiel bei Erkrankungen wie dem Eosinophilen Asthma oder der Eosinophilen Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA). Zunehmend werden bei einigen dieser Erkrankungen Medikamente eingesetzt, die sich gegen IL-5 (Mepolizumab, Reslizumab) oder den IL-5-Rezeptor-Alpha (Benralizumab) richten und so die IL-5 Produktion regulieren sollen. Im Rahmen einer derartigen Erkrankung und einer solchen Therapie kann die Bestimmung von IL-5 hilfreich sein. Weitere Informationen
Material: Serum
Verrechnung: 1 x 1474.10 à 87 Fr.
Angabe auf dem Befund: quantitativ, pg/ml, Referenzwert <1 pg/ml

Anti-MOG
Diese Antikörper richten sich gegen das Myelin Oligodendrocyte Glycoprotein. Sie wurden bei einer Untergruppe von Patienten mit einer Neuromyelitis optica (NMO) ohne Nachweis von Antikörpern gegen Aquaporin 4 gefunden. Wenn Anti-MOG nachgewiesen werden kann, ist die Prognose vermutlich besser. Auch histologisch findet man Unterschiede. In der Remission verschwinden die AK bei der Hälfte der Patienten. Weitere Informationen
Indikation: Verdacht auf NMO, ADEM (akute demyelinisierende Enzephalomyelitis) bei Kindern, longitudinale transverse Myelitis, Optikusneuriti
Verordnung: Die Analyse ist noch nicht auf dem jetzigen Auftragsformular zu finden. Bitte fordern Sie sie unter diagnostischer Fragestellung an.
Material: Serum, 1 ml    
Verrechnung: 1x 1194.00 à 87 Fr.
Angabe auf dem Befund: quantitativ als Titer, Referenzwert <1:10

Änderungen unseres Angebots

Erweiterung unserer Basis-Lymphozytenbestimmung
Die durchflusszytometrische Standardbestimmung der Lymphozyten wird ab dem 5.10.2019 mit anti-CD16 erweitert. Dies ermöglicht die künftige Unterteilung der NK-Zellen zusammen mit dem Oberflächenmarker CD56 in die Subpopulationen CD56bright / CD16dim/neg und CD56dim / CD16bright, welche in verschiedenen pathologischen Settings erniedrigt bzw. erhöht sind. NK-Zellen stellen mit ihrer Fähigkeit Zielzellen ohne vorherige Sensibilisierung zu Lysieren, sowie deren Produktion von Zytokinen und Chemokinen in der frühen Immunabwehr eine wichtige Komponente des angeborenen Immunsystems dar. Die beiden beschriebenen Subpopulationen unterscheiden sich dabei jedoch stark in ihrer natürlichen Zytotoxität sowie auch in der Produktion von Zytokinen. Während CD56bright NK-Zellen eine eher niedrige Zytotoxität aufweisen, produzieren sie stattdessen hohe Levels an immunregulatorischen Zytokinen. Die CD56dim NK-Zellen dagegen besitzen eine sehr hohe Zytotoxität, können aber nur in geringem Masse Zytokine produzieren und freisetzten.
Material: EDTA-Vollblut (bitte bei Raumtemperatur lagern bis zum Versand)
Verrechnung: 1x Position 1523.00 à 36 TP sowie 5xPosition 1524.00 à 18 TP

Referenzwertänderung Anti-MuSK, Anti-TPO und Anti-Thyreoglobulin
Wir möchten Sie informieren, dass infolge von Methodenumstellungen die Referenzwerte der folgenden drei Analysen ändern. Die Änderungen erfolgen voraussichtlich Mitte Januar 2019.
• Anti-MuSK: neu 0.4 U/ml (früher<0.05 nmol/l)
• Anti-TPO: neu <35 U/ml (früher <40 IE/ml)
• Anti-Thyreoglobulin: neu <60 U/ml (früher <100 U/ml)

IgA-Antikörper gegen Cardiolipin und β-2-Glykoprotein-I
Seit dem 1.9.2018 dürfen bei der Frage nach einem Anti-Phospholipid-Syndrom nicht nur die IgG und IgM-Antikörper gegen Cardiolipin und Beta-2-Glykoprotein-I verrechnet werden, sondern auch die IgA-Antikörper. Im Rahmen einer Testumstellung werden wir Ihnen vermutlich ab Frühjahr diese AK wieder anbieten können.

Referenzwerte Anti-SLA und Anti-LKM1
Für die Bestimmung der AK gegen SLA und LKM1 haben wir zwei verschiedene Teste, einerseits ELISAs und andererseits einen Dot. Den Dot werten wir densitometrisch aus und geben das Resultat semiquantitativ an, sobald der Test positiv ist. Je nachdem, welche Analyse verordnet werden, führen wir entweder die ELISAs oder den Dot durch. Sie erhalten also folgende Resultate:
• nur Anti-SLA und/oder Anti-LKM1:
Resultat Anti-SLA in E/ml, Referenzwert <20 E/ml
Resultat Anti-LKM1 in Units, Referenzwert <25 Units
• Anti-SLA und/oder Anti-LKM1 zusammen mit Anti-LC1 und/oder Anti-fAktin:
Alle Resultate vom Dot, im negativen Fall nur negativ, im grenzwertigen oder positiven Fall auf zwei Zeilen mit der quantitativen Angabe in %. Untenstehend ein positives Beispiel. Solche Befunde sehen wir aber sehr selten.

Anti-Pneumokokken IgG2
Die Analyse Anti-Pneumokokken IgG2 (Polysaccharid-AK) bieten wir ab sofort nicht mehr an. Wir bitten Sie, Ihre Proben ans Kinderspital Zürich zu schicken.

Neue Referenzwerte
Infolge der Inbetriebnahme eines neuen Gerätes ändern sich die Referenzwerte von einigen unserer Analysen ab dem 8.5.2018. Im Folgenden finden Sie die Änderungen aufgelistet.

  • Rheumafaktor: Neu <10 IU/ml, früher <20 IE/ml
  • IgD:  Neu <130 mg/l, früher <100 IU/ml 
  • Komplementfaktor C3:
      • 0-3 Monate: 0.58-1.08 g/l
      • 3-6 Monate: 0.67-1.23 g/l
      • 6-9 Monate: 0.74-1.38 g/l
      • 9-12 Monate: 0.78-1.44 g/l
      • 12-24 Monate: 0.8-1.5 g/l
      • 2-12 Jahre: 0.8-1.5 g/l
      • 12-18 Jahre: 0.85-1.6 g/l
      • >18 Jahre: 0.8-1.6 g/l
  • Keine Änderung beim Komplementfaktor C4.
  • C1-Esterase-Inhibitor: Neu 0.21-0.38 g/l, früher 0.2-0.34 g/l
  • IgG-Subklassen:
    • IgG1:
        • 0-12 Monate: 1.4-6.2 g/l
        • 12-18 Monate: 1.7-6.5 g/l
        • 18-24 Monate: 2.2-7.2 g/l
        • 2-3 Jahre: 2.4-7.8 g/l
        • 3-4 Jahre: 2.7-8.1 g/l
        • 4-6 Jahre: 3.0-8.4 g/l
        • 6-9 Jahre: 3.5-9.1 g/l
        • 9-12 Jahre: 3.7-9.3 g/l
        • 12-18 Jahre: 3.7-9.1 g/l
        • >18 Jahre: 2.8-8.00 g/l 
    • IgG2:
        • 0-12 Monate: 0.41-1.3 g/l
        • 12-18 Monate: 0.4-1.4 g/l
        • 18-24 Monate: 0.5-1.8 g/l
        • 2-3 Jahre: 0.55-2.0 g/l
        • 3-4 Jahre: 0.65-2.2 g/l
        • 4-6 Jahre: 0.7-2.55 g/l
        • 6-9 Jahre: 0.85-3.30 g/l
        • 9-12 Jahre: 1.0-4.0 g/l
        • 12-18 Jahre: 1.1-4.85 g/l
        • >18 Jahre: 1.15-5.7 g/l
    • IgG3:
        • 0-12 Monate: 0.11-8.5 g/l
        • 12-18 Monate: 0.12-0.87 g/l
        • 18-24 Monate: 0.14-0.91 g/l
        • 2-3 Jahre: 0.15-0.93 g/l
        • 3-4 Jahre: 0.16-0.96 g/l
        • 4-6 Jahre: 0.17-0.97 g/l
        • 6-9 Jahre: 0.22-1.04 g/l
        • 9-12 Jahre: 0.22-1.09 g/l
        • 12-18 Jahre: 0.24-1.16 g/l
        • >18 Jahre:  0.24-1.25 g/l
    • IgG4:
        • 0-12 Monate: 0.0-0.008 g/l
        • 12-18 Monate: 0.0-0.255 g/l
        • 18-24 Monate: 0.0-0.408 g/l
        • 2-3 Jahre: 0.006-0.689 g/l
        • 3-4 Jahre: 0.012-0.938 g/l
        • 4-6 Jahre: 0.017-1.157 g/l
        • 6-9 Jahre: 0.030-1.577 g/l
        • 9-12 Jahre: 0.043-1.9 g/l
        • 12-18 Jahre: 0.052-1.961 g/l
        • >18 Jahre: 0.052-1.25 g/l

 

Lieferstopp für ImmunoCAP Latexkomponenten:
Folgende Komponenten werden aufgrund von Problemen mit der Rohmaterialbeschaffung nicht mehr angeboten:
k219: Latexkomponente rHev b 6.01
k222: Latexkomponente rHev b 9 (kreuzreaktiv zu Schimmelpilzen, kein Ersatz vorhanden)

Folgende Komponenten sind ab sofort wieder verfügbar:
k221: Latexkomponente rHev b 8
k224: Latexkomponente rHev b 11

Latexkompomenten rHev b 1 (k215), rHev b 3 (k217), rHev b 5 (k218) sowie rHev b 6.02 (k220) sind wieder normal verfügbar. Als Alternative für k221 kann das Profilin aus Lieschmann rPhl p 12 (g212) oder Birke rBet v 2 (t216) verwendet werden.


Enzephalitis: kein RIA mehr für Anti-VGKC, nur noch Antikörper gegen LGI1 und CASPR2

Für die Abklärung der Enzephalitiden, ausgelöst durch Antikörper gegen spannungsabhängige Kaliumkanäle (VGKC), haben wir Ihnen bis jetzt einen RIA für den Nachweis der Antikörper gegen den ganzen Komplex sowie zwei zellbasierte Assays für den Nachweis der Anti-LGI1 und Anti-CASPR2 Antikörper angeboten. Diese letzteren beiden Antikörper richten sich gegen Proteine, die mit dem VGKC assoziiert sind. In den letzten Jahren zeigte es sich nun, dass es viele sogenannt doppelt-negative Patienten gibt, die zwar Antikörper gegen den VGKC aufweisen, aber negativ für Antikörper gegen LGI1 und CASPR2 sind. Anti-VGKC binden an intrazelluläre Bestandteile des VGKC oder das im RIA verwendete Schlangengift Dendrotoxin und sind nicht pathogen. Man findet sie bei Patienten mit nicht autoimmunen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer oder Parkinson aber auch bei Gesunden (vor allem bei gesunden Metzgern, die mit den Aerosolen von Tiergehirnen in Kontakt kommen). Aus diesem Grund wird der RIA nicht mehr empfohlen und von uns ab 1. April auch nicht mehr angeboten. An der Verrechnung ändert sich nichts, da bis anhin jeweils nur einer der drei Antikörper verrechnet wurde.
Verrechnung: 1x Position 1195.00, Autoantikörper seltene, qn, erste zwei Parameter, je

Erneuerung des Autoantikörper-Auftragsformulars
Das Auftragsformular für die Bestellung von Autoantikörpern wurde erneuert; sie finden ein Muster unter der Rubrik Auftragsformulare. Für die Bestellung dieser neuen Formulare wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat (044 255 12 00 / labor.immunologie@usz.ch)

Umstellung von RIA auf ELISA
Die beiden Radioimmunoassays, 21-Hydroxylase-Antikörper (Umstellung per 4.1.18) und IA2-Antikörper (Umstellung per 29.1.18), werden auf ELISA umgestellt. Die Abrechnung und das Material (Serum) bleiben gleich, nur die Referenzwerte werden angepasst.
• IA2-Antikörper: neu <15 U/ml    
• 21-Hydroxylase-Antikörper: neu <0.4 U/ml

TSH-Rezeptor.AK: Neue Methode, neuer Referenzwert
Wir haben die Bestimmung der Anti-TSH-Rezeptor-AK von einem RIA auf einen FEIA umgestellt. Neu beträgt der Referenzwert <3.3 E/ml. Werte von 3 bis kleiner 3.3 E/ml sind grenzwertig und können sowohl bei Patienten mit als auch bei Patienten ohne Morbus Basedow vorkommen. Im Vergleich zum RIA sind die Werte bei positiven Patienten mit dem FEIA etwa 5x tiefer.

UZL Auskunftssystem

Das UZL-Auskunftssystem ermöglicht Ihnen die Suche nach bestimmten Analysen, welche von den verschiedenen Labors des UniversitätsSpitals angeboten werden. Hier finden Sie Informationen betreffend Material, Präanalytik, Frequenz der Analyse sowie eine kurze klinische Information zum Test. Weiterführendes Fachwissen über unsere Tests finden Sie hier.

Wenn Sie zusätzlich etwas wissen möchten, das Sie nicht im UZL-Auskunftssystem oder unter dem Fachwissen finden, dann rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen weiter, wenn es darum geht, welche Analysen sinnvoll sind, was es dabei zu beachten gibt und wie die Resultate zu interpretieren sind.

HLA-Typisierungslabor
Analysen im Rahmen einer Studie

Möchten Sie im Rahmen einer Studie Analysen messen lassen, die nicht der Krankenkasse verrechnet werden können und die nicht über einen wissenschaftlichen Fall abgewickelt werden können?
Wenn es sich um Analysen handelt, die wir routinemässig anbieten, dann füllen Sie bitte den Projektantrag so weit wie möglich aus und schicken Sie ihn als Wordfile elektronisch an studien.immunologie@usz.ch .
Falls es sich um Analysen handelt, die wir nicht routinemässig anbieten, dann fragen Sie bitte zuerst bei der gleichen E-Mail-Adresse an, ob die von Ihnen gewünschten Analysen möglich sind.
Auskunft zu  Material und Vorbereitung der Proben können Sie ebenfalls auf dieser Adresse erhalten.

Projektantrag.doc

Offene Stellen

Im Moment sind alle Stellen in unserem Labor besetzt. Informieren Sie sich jedoch generell über die offenen Stellen am USZ.

 



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