Hepatitis

​Das Labor der Klink für Immunologie bietet eine breitgefächerte serologische Diagnostik für Hepatitis an.  Im Rahmen der Hepatitis B und C Infektion bieten wir auch eine molekulare Diagnostik zum Nachweis der Viruslast und Bestimmung des Genotyp bzw. von Mutationen an.

AKI Auftragsformular.pdf


 

Hepatitis A

Die Infektion mit dem Hepatitis A Virus (HAV) wird auch infektiöse Gelbsucht oder Reise-Gelbsucht genannt und kommt vor allem in Ländern mit niedrigen Hygienestandards vor. In unserer Region tritt sie daher meist nach einem Aufenthalt in Risikogebieten auf. Das Hepatitis A Virus ist ein kleines Virus, das sehr stabil ist und Temperaturen bis 60°C aushalten kann und auch durch Seife nicht zerstört werden kann. Es kann ausserhalb des Körpers bei Raumtemperatur monatelang seine Vermehrungsfähigkeit beibehalten.


Übertragung des Hepatitis A Virus

Die Übertragung verläuft vor allem fäkal-oral. Infizierte Personen scheiden das Virus in grossen Mengen im Stuhl aus. Entweder direkt oder durch verseuchtes Wasser, Gemüse, Früchte, Muscheln und Fische werden dann andere Personen angesteckt.


Symptome einer Hepatitis A Infektion

Nach einer Infektion dauert es etwa vier Wochen bis die Krankheit ausbricht. Sie beginnt mit unspezifischen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber. Erst etwas später kommt es dann zur Gelbsucht (Gelbfärbung der Augen und Schleimhäute). Der Stuhl wird hell, während der Urin bräunlich wird. Die Schwere der Erkrankung ist altersabhängig. Säuglingen und Kleinkindern zeigen oft keine Symptome, während es bei Erwachsenen ein bis mehrere Monate dauert, bis sie sich wieder fit fühlen. Die Hepatitis A wird, im Gegensatz zur Hepatitis B und C, nie chronisch.


Schutz vor Hepatitis A

Mit zwei Impfungen kann man einen fast 100%igen Schutz erreichen, der jahrzehntelang anhält.
Weiterführende Informationen finden Sie im Fact Sheet des Bundesamt für Gesundheit (BAG).

BAG - HepA Fact Sheet.pdf
BAG - Impfungen für Auslandreisen.pdf


Labordiagnostik der Hepatitis A

Das Labor der Klink für Immunologie bietet die serologische Diagnostik der Hepatitis A an. Sobald der Patient Symptome zeigt, sind die IgG und IgM-Antikörper nachweisbar. Nach einer durchgemachten Infektion sind nur noch die Antikörper vom Typ IgG vorhanden. Das gleiche Bild zeigt sich nach einer Impfung. Durchgemachte Infektion und Impfung lassen sich nicht unterscheiden (siehe Tabelle).

Phase
​Anti-HAV IgG
​Anti-HAV IgM
​Späte Inkubationsphase
​-
​-
​Akute Infektion
+
​+
​Abgelaufene Infektion/Impfung
​+
​-
​Polyklonale Stimulation im Rahmen eines anderen Infektes
​+
-​

        

Hepatitis A Infektion (typischer Verlauf)

Das Schema ist selbsterklärend, aber: HAV im Stuhl wird nicht gemessen. Für den Nachweis von HAV-RNS gibt es keine Indikation (ausser zu Forschungszwecken).  

Hepatitis A Infektion 

Hepatitis B und D

350 Mio. Menschen sind mit dem Hepatitis B Virus (HBV) infiziert. Viele davon leben in Asien. Weltweit gesehen ist eine Hepatitis B Infektion etwa die 10.häufigste Todesursache. Bei einer Infektion während der Geburt oder im Kleinkindesalter wird diese meist chronisch. Eine chronische Infektion kann nach vielen Jahren zu einer Leberzirrhose und einem Leberzellkarzinom führen.
Weiterführende Information zur Hepatitis B Infektion und Schwangerschaft finden Sie in der Broschüre des Bundesamt für Gesundheit (BAG). BAG - HepB und Schwangerschaft.pdf

Das Hepatitis B Virus ist aus einem Kern-Protein (Core) und einem Oberflächen-Protein (Surface) aufgebaut. Nach einer Infektion werden von der Leber nicht nur ganze Viren ins Blut abgegeben, sondern auch Partikel, die nur aus diesem Surface-Protein bestehen. Schon vor Ausbruch der Symptome findet man sehr hohe Konzentrationen im Blut, die sich leicht mit immunologischen Methoden nachweisen lassen. Wie viele Viren, mutiert das Hepatitis B Virus rasch. Es gibt verschiedene Genotypen, die sich in ihren Eigenschaften leicht unterscheiden.


Übertragung des Hepatitis B Virus

Übertragen wird das Virus vor allem via Blut oder beim Geschlechtsverkehr. Das Hepatitis B-Virus ist viel ansteckender als HIV; kleinste Verletzungen der Schleimhaut reichen für eine Übertragung aus. Gefährdet sind vor allem Drogenkonsumenten, Personen mit oft wechselnden Sexualpartnern und Personal im Gesundheitswesen, die mit Körperflüssigkeiten (Speichel, Tränen, Sperma, Vaginalsekret) in Kontakt kommen können. In Endemie-Gebieten spielt auch die Übertragung von der Mutter aufs Kind eine bedeutende Rolle.


Symptome einer Hepatitis B Infektion

Nach einer Infektion dauert es ca. 1-6 Monate, bis die Krankheit ausbricht. Anhand der Symptome lässt sich die Infektion nicht von anderen viralen Hepatitiden unterscheiden. In einer ersten Phase kommt es zu unspezifischen grippe-ähnlichen Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Erbrechen. Danach kann die ikterische Phase, d.h. die Gelbsucht einsetzen. Die Augen und Schleimhäute verfärben sich gelb, der Stuhl wird hell, der Urin bräunlich. Die meisten Patienten erholen sich innert einigen Monaten. Die Infektion kann aber auch chronisch werden und zu Leberzirrhose und Leberzellkarzinom führen. Diese Patienten können das Virus jahrelang weiterverbreiten.


Hepatitis D

Das Hepatitis D Virus ist ein inkomplettes Virus, das sich ohne das Hepatitis B Virus nicht vermehren kann. Es ist von einer Lipidhülle umgeben, in der das Surface-Protein des Hepatitis B Virus eingebaut wird. Die Übertragung erfolgt gleich wie beim Hepatitis B Virus durch intravenösen Drogenkonsum und Sexualkontakt. Wenn die Infektion gleichzeitig erfolgt, d.h. Hepatitis B und D zusammen, dann unterscheidet sich die Klinik nicht von derjenigen bei alleiniger Infektion mit dem Hepatitis B Virus. Wenn die Infektion mit dem Hepatitis D Virus aber bei einer schon bestehenden Hepatitis B Infektion erworben wird, dann kommt es zu meist schweren, nicht selten fulminanten Verläufen oder chronischen Hepatitiden, die in einer Zirrhose enden.


Schutz vor Hepatitis B und D

Durch Impfungen kann ein guter Schutz gegen eine Infektion mit dem Hepatitis B Virus erzielt werden. Da sich das Hepatitis D Virus nur bei einer gleichzeitigen Infektion mit dem Hepatitis B Virus vermehren kann, ist man gleichzeitig auch gegen Hepatitis D geschützt. Weiterführende Informationen finden Sie im Fact Sheet des BAG.

BAG - HepB Fact Sheet.pdf
BAG - schweizerischer Impfplan 2016.pdf

Weiterführende Informationen für Fachpersonal bezüglich Hepatitis B Impfung finden Sie im Dokument 'Richtlinie und Empfehlungen' des BAG.

BAG - HepB Impfung (Richtlinien und Empfehlungen).pdf
BAG - HepB Impfung (Ergänzungen).pdf

BAG - Impfempfehlung für Beschäftigte im Gesundheitswesen.pdf


 

Labordiagnostik der Hepatitis B und D

Das Labor der Klink für Immunologie bietet eine umfassende Diagnostik der Hepatitis B an. Anhand diverser serologischer Analysen lässt sich eine akute, von einer chronischen und von einer durchgemachten, abgeheilten Hepatitis B Infektion unterscheiden. Antikörper gegen Anti-HBc sind Marker eines Kontakts mit dem Virus. Wenn die Infektion erfolgreich überwunden werden konnte, erscheinen Antikörper gegen HBs, Anti-HBs. Nach einer Impfung ist nur Anti-HBs nachweisbar, da im Impfstoff nur das Surface-Antigen enthalten ist. Der Nachweis einer Hepatitis D Infektion erfolgt über die Bestimmung der Antikörper gegen Hepatitis D. Dabei muss immer gleichzeitig eine Hepatitis B Infektion vorliegen (siehe Abbildung).

​Phase
​HBs-Antigen
Anti-HBc IgM
Anti-HBc IgG/IgM
​Anti-HBs
​Anti-HDV
​Akute Infektion
​+
​+
​-/+
​-
​Chronische Infektion
​+
​-
​+
​-
​Status nach Hepatitis B
​-
​-
​+
​+
​-
​Status nach Impfung
​-
​-
​-
​+
​-
Hepatitis D Infektion
​+
​+/-
​+
​-
​+

 

Für spezialisiertere Fragenstellungen stehen weitere Parameter zur Verfügung. Das HBe-Antigen ist teilweise identisch mit dem HBc-Antigen. Es wird nicht ins Virus eingebaut, sondern nur ins Blut abgegeben, vermutlich um die Immunantwort gegen das Hepatitis B Virus zu dämpfen. Der Nachweis von HBe-Antigen spricht für eine hohe Infektiosität. Bei Abnahme der Infektiosität wird das HBe-Antigen durch Anti-HBe abgelöst. Es gibt aber auch Mutationen, die kein HBe bilden können. In diesen Fällen ist Anti-HBe nachweisbar und die Patienten weisen trotzdem hohe Viruslasten im Blut auf (siehe Abbildung).

​Analyse
Beschreibung
Bedeutung
​HBe-Antigen
​Protein das nur in Blut abgegeben wird; kein Einbau ins Virus
​Hinweis auf hohe Infektiosität
​Anti-HBe
​Antikörper gegen HBe-Antigen; nachweisbar wenn HBe-Antigen verschwindet
​Hinweis auf geringerer Infektiosität (ausser bei Träger einer Mutation, die kein HBe mehr bilden)


 

Bei hochsensitiven immunologischen Testen können falsch reaktive Werte vorkommen. Bei einem fraglichen Nachweis des HBs-Antigens versucht man, das Resultat durch vorhergehende Neutralisation mit einem Antikörper gegen HBs aufzuheben. Wenn dies gelingt, handelt es sich tatsächlich um HBs-Antigen, anderenfalls ist das Resultat als falsch positiv einzustufen (siehe Abbildung).

​Analyse
Bedeutung
​HBV-DNA, HBV-PCR, Viruslast
​Abklärung der Infektiosität, Monitoring unter Therapie
​HBV-Genotyp
​Ansprechen auf Interferon-Therapie abhängig vom Genotyp
​HBV-Drug Resistance
​Nachweis von Mutationen gegen wichtige antivirale Medikamente



PCR-Diagnostik der Hepatitis B Infektion

Für den direkten Nachweis der infektiösen Viruspartikel (die Viruslast) steht die PCR zur Verfügung. Wichtig ist diese Bestimmung für die Abschätzung der Infektiosität, z.B. beim isolierten Nachweis von Anti-HBc und für das Monitoring vor und während einer antiviralen Therapie. Da der Test zum Nachweis des HBs-Antigens vor allem Partikel nachweist, die gar keine DNA enthalten, lassen sich die Resultate des HBs-Antigen-Tests nicht direkt mit der Viruslast vergleichen.

Für die Abklärung von Patienten vor oder während einer antiviralen Therapie bieten wir auch die Bestimmung der HBV-Genotypen und eine Resistenzbestimmung für die wichtigsten Mutanten des Hepatitis B Virus an (siehe Abbildung).

 
​Analyse
​Beschreibung
​Bedeutung
​HBs-Antigen Konfirmation
​Bestätigungstest für HBs-Antigen
​Wichtig bei Fragen nach falsch positivem HBs-Antigen-Nachweis



Hepatitis B Infektion (Beispiel, wenn selbstlimitiert)

HBV.png
Hepatitis C

Das Hepatitis C Virus (HCV) ist weltweit verbreitet. In der Schweiz ist etwa 1% der Bevölkerung Träger dieses Virus. Es handelt sich dabei um ein RNS-Virus (Flavivirus) wobei mehrere Genotypen unterschieden werden.

Übertragung des Hepatitis C Virus

Die Übertragung verläuft wie beim Hepatitis B Virus parenteral. Früher wurde das Hepatitis C Virus als Non-A-, Non-B Hepatitis Virus bezeichnet und war der häufigste Erreger einer Postinfektionshepatitis. Dank der Testung aller Blutprodukte kommt dieser Übertragungsweg heute bei uns fast nicht mehr vor. Das Hauptrisiko ist heute der intravenöse Drogenkonsum. Die Infektion des Neugeborenen ist deutlich weniger häufig als bei der Hepatitis B.


Symptome einer Hepatitis C Infektion

Eine Hepatitis C Infektion verläuft oft ohne Symptome. Bei den meisten Patienten wird die Infektion chronisch. Eine akute manifeste Infektion unterscheidet sich nicht von einer Hepatitis durch einen der anderen Hepatitis-Erreger und geht einher mit Müdigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Gelbsucht. Je heftiger die akute Hepatitis C verläuft, desto besser sind die Aussichten auf Ausheilung. Die chronischen Infektionen hingegen verlaufen meistens asymptomatisch. Die Transaminasen können fluktuieren und es besteht ein erhöhtes Risiko einer Zirrhose. Zudem können als Ausdruck einer unspezifischen B-Zell-Stimulierung gemischte Kryoglobulinämien, Purpura/Vaskulitis, Glomerulonephritis, Polyneuropathie und Raynaud-Phänomen auftreten.


Schutz vor Hepatitis C

Es gibt keine Impfung gegen die Infektion mit dem Hepatitis C Virus. Durch Behandlung der Infizierten und Spritzenabgabe lässt sich das Infektionsrisiko verringern.


Labordiagnostik der Hepatitis C

Als Screening-Untersuchung werden mittels Immunoassay Antikörper gegen das Hepatitis C Virus bestimmt. Da Screeningtests sehr sensitiv sein müssen, um alle Patienten mit dieser Erkrankung zu detektieren, können unspezifische Reaktionen auftreten. Daher muss ein positives Resultat mit zusätzlichen Testen weiterabgeklärt werden. Mit dem HCV-Konfirmationstest (LIA), der Antikörper gegen verschiedene Antigene des Hepatitis C Virus erkennt, kann das Ergebnis des Screeningtests bestätigt werden.

Da die Antikörper gegen das Hepatitis C Virus, auch nach Abheilung der Infektion, jahrzehntelang nachweisbar bleiben, sagen diese beiden Tests noch nichts darüber aus, ob die Infektion noch aktiv ist. Dazu stehen der Nachweis des HCV-Core-Antigens mittels Immunoassay und der Nachweis der HCV-RNS zur Verfügung. Die Bestimmung des HCV-Core-Antigens ist billig, braucht wenig Material und ist schnell verfügbar, der RNS-Nachweis hingegen teurer, braucht viel Material und dauert länger, ist aber auch etwas sensitiver. Ein positiver PCR-Befund oder der Nachweis des HCV core Antigen belegt eine bestehende Infektion, ein negativer Test schliesst eine solche jedoch nicht völlig aus (bei chronischer Infektion liegen positive HCV-RNS Befunde gelegentlich nur transitorisch vor).

Vor einer antiviralen Therapie werden die HCV-RNA, die sogenannte Viruslast, und der HCV-Genotyp bestimmt. Auch bei Verdacht auf eine frische Infektion ist die Bestimmung der Viruslast wichtig, da die Antikörper gegen das Hepatitis C Virus erst nach 6-8 Wochen nachweisbar werden.

Einige der HCV Infektionen haben eine Kryoglobulinämie zur Folge. Kryoglobuline sind Immunglobuline, die unterhalb von 37°C präzipitieren und bei Wiedererwärmung auf 37°C wieder vollständig in Lösung gehen. Sie werden nach Brouet in drei Typen eingeteilt, je nachdem ob monoklonales und/oder polyklonales Immunglobulin vorhanden ist. Da fliessende Übergänge stattfinden, kann die Einteilung manchmal schwierig sein. Bei der HCV Infektion handelt es sich um den Typ II. Die Labor-Diagnose einer Kryoglobulinämie ist hier besonders wichtig, da dadurch allenfalls eine Übernahme der Therapiekosten der HCV-Infektion durch die Krankenkasse ermöglicht werden kann. Die Präanalytik ist essentiell bei der Suche nach Kryoglobulinen. Wenn die Gerinnung unterhalb von 37°C abläuft, fallen die Kryoglobuline aus, bleiben im Koagulum und können im Überstand nicht mehr oder nur noch in verringerter Menge nachgewiesen werden. Genauere Informationen finden sie hier.


 

Hepatitis C Infektion (typischer, chronischer Verlauf)

HCV.png 

Hepatitis E

Das Hepatitis E Virus (HEV) ist ein kleines, unbehülltes, sehr resistentes Virus. Es gibt verschiedene Genotypen, die sich deutlich unterscheiden. Die Genotypen 1 und 2 kommen vor allem in Ländern mit weniger hohen Hygienestandards vor. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral vor allem via Wasser. Die Übertragung von der Mutter aufs Kind ist möglich. Die Typen 3 und 4 werden vom Tier auf den Menschen durch den Verzehr von ungenügend erhitztem Fleisch übertragen, es handelt sich also um eine Zoonose. In der Schweiz ist der Genotyp 3 vorherrschend. Die Infektion ist deutlich häufiger als man bis jetzt vermutete.


Symptome einer Hepatitis E Infektion

Die Hepatitis E-Infektion verläuft meistens asymptomatisch. Wenn Symptome auftreten, dann sind dies Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Fieber, Durchfall, Abgeschlagenheit mit oder ohne Gelbsucht. Beim Typ 3 und 4 sind auch extrahepatische Symptome wie Arthritis oder Hautausschläge beschrieben. Bei den Typen 1 und 2 ist die Letalität bei Schwangeren hoch. Der Typ 3 kann bei Patienten mit verminderter Immunabwehr chronisch werden.


Schutz vor Hepatitis E

In China wurde ein Impfstoff gegen den Genotyp 1 zugelassen. Ob dieser Impfstoff auch gegen den bei uns vorherrschenden Genotyp 3 schützt, ist unbekannt.


Labordiagnostik der Hepatitis E

Zum Nachweis einer Hepatitis E Infektion werden Teste zum Nachweis der IgG- und IgM-Antikörper gegen das Hepatitis E Virus eingesetzt.
Wenn sowohl IgG- wie auch IgM-Antikörper vorhanden sind, handelt es sich um eine akute Infektion, sofern eine polyklonale Stimulation durch einen anderen Infekt, z.B. eine EBV Infektion, ausgeschlossen ist. Bei alleinigem Nachweis der IgG-Antikörper hat der Patient früher eine Hepatitis E-Infektion durchgemacht. Wenn nur IgM-Antikörper positiv sind, dann liegt wahrscheinlich eine unspezifische Reaktion im Rahmen eines anderen Infektes vor (siehe Abbildung).

Phase
​Anti-HEV IgM
​Anti-HEV IgG
​Akute Infektion
​+
​+
​Status nach Hepatitis E
​-
​+
​Polyklonale Stimulation im Rahmen eines anderen Infektes
​+
​-